Achtung Fehlerkobold…?

Achtung Fehlerkobold…?

Wenn du einen Fehler findest... ist er nur für dich bestimmt!

Kennst du das auch? Fast täglich oder manchmal sogar stündlich geht es uns so, dass wir eine Fehlemeldung erhalten: Vom System des Computers, beim Kartenlesegerät im Supermarkt, beim Telefon, im Fahrstuhl und so weiter! An vielen Stellen unseres zivilisierten, mitteleuropäischen Lebens ploppen diese Betriebskobolde plötzlich hervor… um uns das Leben schwer zu machen?

Was soll das? Oh – da bin ich ganz sicher nicht die Einzige, die sich dies wiederholt fragt, wenn mal wieder etwas im Internet nicht funktioniert, die Whatsapp-Nachricht nicht durchging oder dem Video plötzlich eine Spur fehlt. Oder die Waschmaschine spinnt, das Telefon ist tot, dir rutscht ein falscher Satz raus, du triffst den Ton nicht … und so weiter!

Den Vogel schoß kürzlich eine spirituelle Freundin ab, der ich unser schönes, neues und liebenswertes LebensGeist-Magazin zur Begutachtung schenkte… Sie tat die erste Seite auf und zeigte mit ihrem Finger auf… naja – du kannst es sicher erraten!

Die Energie zog sich sofort zusammen, alle am Tisch wurden plötzlich aufmerksam und starrten wie hypnotisiert auf diesen FEHLER! Oh Gott, dachte ich. Wo ist nun die Freude über das Erschaffene, wo ist die Inspiration geblieben, das Interesse an den Themen, den tollen Fotos, das geglückte Layout??? Sie war einfach weg – für eine Weile zumindest. Die meisten Fehlersucher schätzen sich dazu besonders weise, dass sie immer solche Fehler erblicken, weil sie ja ein Äuglein dafür haben. Hmmm.

Schöpfersein bedeutet nicht gleich Perfektion

Natürlich machte ich mir selbst  häufig „spirituelle“ Gedanken über diese Fehlerkobolde, die mir alltäglich und verstärkt in den letzten Jahren auffielen. Das kann kein Zufall sein, dass sie uns so piesacken. Denn alles soll ja immer leichter sein und immer mehr in Fluss kommen. Mein Gott, wenn ich allein nur an meinen eigenen Workflow des letzten Jahres dachte, geschweige denn an DIE letzten Jahre! Da ist so viel, was erschaffen wurde – Gemälde, Texte, Bücher, Kataloge, CDs, Grafiken, Webinare, Coachings, Internetpräsenzen, Shops, neue Tools, Veranstaltungen, Messen, Reisen, unser wunderbares Seelight-Festival, dieses Magazin, dass nun deutschlandweit vertrieben wird… Projekte über Projekte zur Unterstützung des Bewusstseinswandels – so viele, dass eigentlich 10 Leben kaum ausreichen! Geschweige denn, ein einziges, von einer einzelnen Person!
Desweiteren ist der ganze Entwicklungs-Prozess der Menschheit nichts anderes, als eine evolutionäre FEHLERAUSLESE
! Mag sei, dass sie daher so häufig durch uns hindurch wollen – hihi… Kleinere und größere Verzerrungen, Knoten, Verwicklungen und dergleichen wollen sich endlich räkeln, strecken und entfalten – nach ihrem Jahrhundertschlaf. Durch dieses Aufsteigen – da ist es wie mit allen anderen Themen und Problemen auch – und mit dem verflüssigen dieser Energien durch Bewusstssein, kann sich letztendlich die Matrix des morphischen Feldes immer gleichförmiger, in immer höherer Ordnung gestalten. 

Darf ich Fehler machen?

Wie aus der Pistole kam die Antwort aus meinem Inneren hervor: Jeder Fehler ist ein liebenswürdiger, menschlicher Ausdruck für Energien und Qualitäten, die noch nicht synchronisiert sind, mit der Tendenz zur deren Angleichung an ein höheres Niveau. Wow und toll dachte ich, perfekt eigentlich, oder? Das bedeutet also, je öfter ich in meinem Prozessen Fehler mache, je öfter habe ich die Möglichkeit eines weiteren Updates aus dem großen Ganzen – WENN ich es so verstehen will und mich nicht an jenen Makel klammere. Mit jedem Fehler lernen wir also, unsere Welt neu zu begreifen, studieren die Ebenen noch genauer, schauen deutlicher hin, arbeiten nochmal nach, durchdringen die Sachverhalte besser und so weiter. Und: Wir sind in jenem Moment gefordert, inne zu halten, um speziell unser Augenmerk auf diese eine einzige Sache zu lenken, um die es gerade geht (wohlgemerkt – nicht auf den Fehler :-)))! Dazu dürfen wir durchaus das Tempo etwas verlangsamen und die Dinge sondieren.
Statt nun auf menschliche Fehlersuche zu gehen, könnten wir uns außerdem fragen: Welche Botschaft steckt FÜR MICH darin??? Zufälle gibts bekanntlich nicht, also hat ES uns zielgenau an diesen Punkt, zum Fehler im Getriebe geführt! Was soll ich sehen, was spüre ich hier und jetzt – und warum? – könnten wir nun diesbezüglich weiter erörtern.

Die persischen Weber

Schlussendlich kam eine andere Freundin mit einer netten kleinen Geschichte über die kunstvollen persischen Teppichweber: Bei den anspruchsvollen Orient-Teppichen geht es in der Ornamentik häufig um ein Gleichgewicht, das üblicherweise durch Symmetrie erlangt wird. Dieser Spiegel-Effekt erzeugt ein identisches Design auf beiden Seiten. Obwohl das Muster nun ähnlich zu sein scheint, sieht es – bedingt durch individuelle Handarbeit – bei jedem Teppich etwas anders aus. Nun – damit nicht genug. Persische Weber und Kunsthandwerker pflegten jeweils kleine Fehler in ihren Werken zu hinterlassen, damit niemand auf die Idee käme, etwas wäre in vollster Perfektion gediehen! Nach ihrem Glauben konnte eben nur GOTT vollkommen sein! Eine solche Unvollkommenheit des handgefertigten Teppichs trägt nicht nur einen individuellen Charme, sondern kann durchaus auch seinen Wert erhöhen.

Durch diese Geschichte hob sich sofort die Energie der Runde wieder an, allgemeine Zustimmung und Erkenntnis folgte. Es wäre doch wirklich zu schade gewesen, dass wir uns – an einem so schönen Tag, in so netter Gemeinschaft, bei Kaffee und Kuchen – nur in Resonanz zu den Fehlern begeben hätten 🙂

Liebe dich und andere MIT deinen/ ihren Fehlern!

Selbstverständlich hasse ich mich nicht für meine Fehler. Ich stehe zu ihnen und gehe damit relativ leger um, weil ich / wir uns fortwährend im Prozess befinde/n! Ich möchte jedem empfehlen, dies ebenso zu handhaben, da es uns ziemlich entspannen kann. Ich bin sehr dafür, ganz allgemein die Fehlerquote immer in Relation zur Frequenz des Erschaffens zu betrachten.
Denn wie sagten es die Alten: Nur wo gehobelt wird, da fallen auch Späne. Wie wahr, oder?

>>> Also – wir geben wirklich unser Bestes, um möglichst wenig Fehler zu machen. Fehlerfrei jedoch wird auch dieses Magazin kaum sein. Habt Freude mit und ohne eure und unsere Fehler 🙂 Denn jeder von uns ist mehr oder weniger perfekt – und dennoch sind wir als Seele vollkommen, weil wir göttlich sind. Unser Bewusstsein hat sich insofern verändert, dass wir dies – im Gegensatz zu den persischen Teppichwebern – jetzt endlich anerkennen können.
Andrea Constanze Kraus

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Liebe Andrea,
    was für ein wundervolles Magazin! Möge es viele Menschen erreichen.
    Und auch dieser Beitrag… einfach toll! Denn… Energie folgt der Aufmerksamkeit…und…auf was will ich meine Aufmerksamkeit lenken? Mit Sicherheit nicht auf die „Fehler“.
    Ich kenne bisher kein Buch, dass nicht mindestens einen Fehler hat.. und jedes Mal finde ich es sympathisch und schmunzle…
    Alles Liebe und viel Erfolg weiterhin,
    wünscht Elizabeta (Lebensblume)

    1. Liebe Elizabeta,
      vielen Dank von Herzen! Es freut mich und uns immer wieder, wenn sich neue Erkenntnisse und Lichtblicke durch unsere Texte öffnen 🙂 Und je mehr Menschen sich dem Weg des Bewusstseins widmen, desto mehr können wir gemeinsam erreichen. Ganz toll!
      Herzliche Grüße
      Andrea & LebensGeist Team

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